11.06.09

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SPRENDLINGEN

Bericht von Evi Jaenke

Von Schnee verwöhnt, ist der Wißberg in Sprendlingen in der Tat nicht. Das hielt jedoch den Skiclub „Scharfe Kante“ aus Pfaffen- Schwabenheim nicht davon ab, die erste Sommer- Bob WM auf demselben zu starten. Mit insgesamt acht Teams, davon viele aus Bayern. Wobei WM eigentlich „Weinberg- Masters“ hieß und sie sich viele interessante Aufgaben ausdachten. Beispielsweise den „Limbo- Anschub“, bei dem kurz nach dem Start unter einer äußerst niedrigen Stange hindurch gefahren werden musste. Da hieß es die Köpfe ganz schnell einziehen. Auch „Anstich und Schambes“ war nicht nur für den Rheinhessen 1, das gastgebende Team, eine Herausforderung. Es musste in kürzester Zeit mit dem geringsten möglichen Wasserverlust ein Pfropfen aus einem Fass genommen, die Armatur rein und zurück. Mit einer „Kiepe“ musste anschließend möglichst viel Wasser in einen Bottich geleert werden. Zeit und Inhalt des Bottichs wurden gemessen. Und beim Zielschub rasten die Jungens zwar alle mit einer hohen Geschwindigkeit den Hang runter, mussten aber, nachdem der Schwung nachließ, schlappe 260 Kilo bis zur Zielmarkierung schieben.

„Sie sind Mords Werbeträger für Rheinhessen“, meinte Landrat und Schirmherr der „WM“, Claus Schick, der auch den Pokal stiftete. Eine wahnsinnige Veranstaltung, der eine tolle Idee vorausgegangen sei. Uli Fackert, Geschäftsführer des Kultur und Gewerbevereins, Rheinhessischen Toscana, sagte es ganz deutlich. „Sanfte Hügel- starke Typen“. Das wären die Bobfahrer. Kein Wunder, den in Rheinhessen wäre das Klima besser, die Menschen fröhlich und bodenständig und der Wein passe allemal dazu. Ach ja. Mit ganz knappem Vorsprung gewann Rheinhessen 1, der Bob von Welt- und Olympiasieger Christoph Lange, den die „Rhoihessebube“ im letzten Jahr erwarben, sogar vor dem Team Lang mit Thomas Lang, selbst erfahrener Bob- Fahrer. Eingeschlagen war diese WM, Sprendlingen befand sich nahezu im Ausnahmezustand. Sehr viele Menschen, nicht nur von Bayern hatten sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Bei der After- Bob- Party mit Weinprinzessin Mirjam Schneider und Siegerehrung wäre selbst Schumi von wegen Champusdusche blass geworden. (ej)

 

buz: Schirmherr und Sponsor des Pokals, Landrat Claus Schick sowie der Geschäftsführer, Uli Fackert, der Rheinhessischen Toscana, nahmen selbst mit dem Team der Bobfahrer einmal Platz im Bob. Foto: Evi Jänke

 

 

 

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Stand: 05.07.07